Vom 27. bis 29. August war eigentlich der letzte Mutter-Kind-Wanderritt geplant. Wieder in die Grander Tannen zu Bettinas Offenstall, wo wir letztes Jahr so eine tolle Zeit hatten. Doch dieses Mal spielte Petrus nicht mit. Freitag wollte es gar nicht mehr aufhören zu regnen! Also haben wir ihn einfach um einen Tag verschoben und ein wenig abgewandelt.
Tessa auf Fiete, Petra auf Mali, Dani auf Sunny, Sophie auf Hansl und Claudia auf Eric.
Und wir hatten Glück. Zwar zogen viele schwarze Wolken über uns hinweg – aber wir haben nur eine Regenhusche abbekommen und kamen so recht trocken beim Offenstall an.
Dort bekamen die Ponys sofort das mitgebrachte leckere Heu zu knabbern, während die Zweibeiner zu Dani in die Wohnung fuhren – die ja nur 5 Minuten entfernt ist – und sich leckere Nudeln kochten. Während sie kuschelig am großen Tisch aßen, rauschte draußen eine richtig starke Husche runter.
Doch das hat die wackeren Reiter nicht davon abgehalten, gut gegen Regen gewappnet (der gar nicht kam…), nachmittags noch eine schöne Runde durch die Grander Tannen zu reiten. Wobei Dani sehr erschüttert über den Zustand der Reitwege war. Sie hat viele Jahre an diesem Traumreitgelände gewohnt. Dort hat Mali in den ‘Bergen’ ihre Muskulatur aufbauen können. Doch jetzt ist dort nur noch Schotter, große Steine auf den Galoppstrecken oder hohes Wurzelwerk. Die Wege sind einfach ausgewaschen und zerritten. Hierher zu reiten lohnt sich mit unbeschlagenen Pferden nicht mehr. Schade!
Am Ende dieses anstrengenden Tages gab es für die Pferde ein bischen Stretching für den beanspruchten Rücken. Zuhause verwöhnten sich die Zweibeiner mit dem Massage-Delphin, den sich Dani auf der Hanse-Pferd geleistet hat. Dann wurde beim Chinamann bestellt und einer geruhsamen Nacht auf Isomatten im Wohnzimmer, bewacht von Hunden und Katzen sollte nichts mehr im Weg stehen.
Am Nächsten Morgen ging es nach einem ausgiebigen Frühstück für alle und dem Packen, Abäppeln und Saubermachen des Paddocks wieder rauf auf die Pferderücken - natürlich schonend von den Steinen aus. Erstaunlicherweise hatte kaum jemand Muskelkater. Und kurz vor der Kreuzung in Stemwarde gab es noch einen leckeren und schäumenden Snack für die Ponys: Fallobst am Wegesrand.
Als alle wieder heil und glücklich zuhause waren und von den anderen Ponys begrüßt wurde, öffnete sich der Himmel und es kamen Wassermassen runter. Wenn da Petrus mal nicht ein gutes Timing hatte…
Ein schöner Ritt mit tapferen Mädels und wackeren Ponys bei all den Matschlöchern und Steinen – und einem zu guter Letzt doch noch gnädigem Petrus.